Fritz Kater erhält den Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2019

Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung, die eine Begegnung zwischen gegenwärtiger Theaterlandschaft, Autoren und Religion fördert, wird am Montag, 25. November in Köln verliehen. Der Theaterpreis wird aus dem Nachlass des Schauspielers Ludwig Mülheims finanziert, den das Erzbistum Köln verwaltet.

„Mit Fritz Kater würdigt die Jury einen der produktivsten Geschichtenerzähler der vergangenen Jahrzehnte und einen beharrlichen Sinnsucher, der immer wieder auf die großen Fragen des Lebens zusteuert“, so die Begründung der Jury. „Ohne eine Antwort zu antizipieren fragt der Autor nach sechs möglichen Auswegen aus der Leere unserer Existenz. Er fragt mit großer Ernsthaftigkeit, durch die – wie immer bei Fritz Kater – viel Witz und Klugheit schimmern.“

Der Preisträger und Autor Fritz Kater ist die Schreibexistenz und das Alter Ego des Theatermachers Armin Petras. Fritz Kater schreibt seit 1990 Theaterstücke, die mehrheitlich von Armin Petras zur Uraufführung gebracht werden. Der Regisseur selbst aber spricht über den Autor wie über eine andere Person. Über 20 Stücke Katers sind bisher entstanden, die Texte seines Alter Egos Armin Petras nicht mit eingerechnet. Zu seinen bisherigen Auszeichnungen gehören der Mülheimer Dramatikerpreis 2003, die Ernennung zum Dramatiker des Jahres von Theater heute 2003/4, die Einladungen von „zeit zu lieben zeit zu sterben“ und „WE ARE CAMERA/jasonmaterial“ in Armin Petras Inszenierungen zum Theatertreffen und der Else-Lasker-Schüler-Preis für sein Gesamtwerk.

Armin Petras wird 1964 in Meschede/Sauerland geboren. Von 1985 bis 1987 studiert er Regie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Nach der Wende inszeniert er in Frankfurt/Oder, Chemnitz, Magdeburg, Mannheim, Rostock, Berlin, Hannover, München, Hamburg und an vielen anderen Theatern im deutschsprachigen Raum. Armin Petras ist von 1996 bis 1999 Oberspielleiter am Theater Nordhausen sowie Hausregisseur in Leipzig und von 1999 bis 2002 Schauspieldirektor am Staatstheater Kassel. 2002 wechselt er als fester Regisseur ans Schauspiel Frankfurt. Von 2006 bis 2013 ist er Intendant am Maxim Gorki Theater Berlin, von 2013 bis 2018 leitet er in gleicher Funktion das Schauspiel Stuttgart. Seither inszeniert er u.a. in Bremen, am Deutschen Theater Berlin, in Düsseldorf, Leipzig, Sibiu, Budapest und Prag und ist seit 2013 Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

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